Monthly Archives: Juli 2010

Nach dem iPad-Review von vor ein paar Monaten gibt es diesmal einen Erfahrungsbericht des neuen iPhones. Wie das letzte mal besitze ich das Gerät allerdings nicht selber und habe nur ein paar Stunden damit herumgespielt – es sind also eher ein paar Eindrücke als ein wirkliches Review.

Anfangs war ich von dem neuen Gerät nicht wirklich begeistert, die Keynote von Steve Jobs war zwar (wie immer) nett aufgezogen, aber das neue Design hat mir nicht wirklich zugesagt. Nachdem schon vor der offiziellen Produktvorstellung einige Fotos im Netz kursierten, habe ich zu allem Überfluss mit Beckz um ein Spaghetti-Eis gewettet, dass das fertige iPhone anders aussehen wird – Pustekuchen, nix war’s, gleich mal 5 € verloren. Damit war das neue iPhone für mich schon teuer, als es noch garnicht in den Läden zu kaufen war…

Als ich das Gerät dann endlich in der Hand hatte war ich zugegebenermaßen doch recht angetan. Aber der Reihe nach…

Haptik, Verarbeitung: Pretty sweet. Sobald man das neue Modell in die Hand nimmt, wird das Design nebensächlich – die Verarbeitung ist spitze, die verwendeten Materialien fühlen sich edel an und Apple hat es geschafft, dass das neue Modell von seiner gefühlten Wertigkeit her das iPhone 3Gs um Längen schlägt. Ich lasse mich gerne als Fanboy abstempeln, aber meiner Meinung nach schlägt diese fühlbare Qualität auf das Design zurück, und das Endergebnis ist einfach nur beeindruckend.

Display: Holy Crap. Das Display allein ist ein Grund, dieses Gerät zu kaufen. Apples Marketing-Gerede vom “Retina Display” und “Once you used a retina display, you can’t go back” hat auf mich eher abschreckend gewirkt, aber es hat einen Punkt.

Ich habe noch nie irgendwo ein vergleichbares Display gesehen, und ich freu mich auf die Zeit, in der solche Displays auch bei herkömmlichen Computermonitoren Einzug halten. Nur mal zur Veranschaulichung, mein 27″-iMac hätte dann eine Displayauflösung von 24 mp und ein Hochformatbild meiner DSLR würde in voller Auflösung grade mal die Hälfte des Displays bedecken – verrückt.

Prozessor: Ich habe mir sagen lassen, dass das iPhone 3Gs mit iOS4 schon relativ langsam geworden war und die Verzögerungen bei der Bedienung als relevant störend empfunden wurden. In der 4er-Version hat Apple den neuen A4-Chip verbaut, der auch im iPad steckt. Das führt dazu, dass keine nennenswerten Verzögerungen mehr auftreten, auch Multitasking und andere prozessorintensive Aufgaben gehen flüssig von der Hand. Ich habe das Gerät bei dem bisschen rumspielen allerdings auch sicher nicht an seine Grenzen gebracht…

Kamera: Die Kamera konnte ich leider nicht ausführlich testen. Für eine Handy-Linse fand ich die Bilder recht anschaulich, wirklich toll sind sie sicher nicht. Mein erster Eindruck war trotzdem, dass die Qualität der Bilder ein bisschen über den rein dokumentarischen Nutzen vieler älterer Handys herausreicht, aber das ist nur ein subjektiver Eindruck. Einen Vergleich, was andere Hersteller aktuell zu leisten im Stande sind, habe ich ebenfalls nicht.

Als Fotograf reizt mich der Gedanke sehr, mit meinem Handy automatisch auch gleich eine Kamera mit halbwegs akzeptabler Qualität dabeizuhaben, aber das kriegt man ja nicht nur bei Apple. Mein treues Nokia 8310 kann da jedenfalls nicht mithalten^^

Antenne: Ich habe die Probleme um die Antenne in der Presse mitbekommen, aber mal ehrlich: Ein iPhone hat man doch nicht, weil man damit telefonieren will ;-)

Insgesamt wirklich ein tolles Gerät, dessen wahre Vorzüge man vermutlich sogar erst erkennt, wenn man es eine Weile in Gebrauch hat. Mit der Vertragsbindung an die Telekom und den entsprechenden Tarifen tu ich mich noch etwas schwer, aber außer den finanziellen fallen mir nicht viele Gründe ein, warum man dieses iPhone nicht haben würden wollen sollte.

Zum Abschluss noch ein Familienfoto für die Oma, und alle sind glücklich.

PS: Ich danke der B&J Agentur für das Bereitstellen der Models sowie Franzi für die freundliche Unterstützung. Mua.

Die Woche war unspannend, und die nächste wird daran nichts ändern. Es gibt nix, was man fotografieren will, und wenn es was gäbe, dann hätte ich trotzdem keine Zeit. Semesterendspurt – die Aussicht auf meinem Schreibtisch ist hervorragend, draußen scheint die Sonne, drinnen wird gelernt. Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacke!